Schritt für Schritt ans Ziel


„Life is NOT a journey to the grave with the goal of arriving safely in a prettily preserved body, but rather to skid in sideways in a shower of gravel and party shards, thoroughly used, utterly exhausted, and loudly proclaiming: „Fuck me, that was BRILLIANT! “ (Jessica Mcgregor Johnson)

Das Leben ist keine Reise ins Grab mit dem Ziel, sicher und in einem gut erhaltenen Körper anzukommen. Es ist viel mehr das Abbiegen in viele  labyrinthartige Schotterwege, die zu Scherbenhaufen führen. In die Vollen gehen, absolut erschöpft ankommen und laut ausrufen: „Scheiße, das war BRILLIANT!“

Lebensberatungsbücher sind voll mit solchen Weisheiten, wieso fällt es aber so schwer, danach zu leben? Manchmal hilft es, einfach aus den regulären Bahnen auszubrechen, Abstand zu nehmen und sich treiben zu lassen. So findet man manchmal wieder zu den Dingen, die einem wirklich wichtig sind und die das Herz schneller schlagen lassen.
Einfach mal gehen lassen und darauf vertrauen, dass man in die richtige Richtung gelenkt wird. Das mag anfangs schwierig, manchen sogar als unmöglich erscheinen, aber wenn nicht jetzt, wann dann. Und die Tatsache, dass Du diesen Beitrag liest, zeigt ja schon, dass Du dir eine Veränderung wünschst. Das kann eine ganz kleine oder eine ganz große, Angst einflößende Veränderung sein, egal. Alles ist möglich. Man muss es nur machen. Was hat man letztendlich zu verlieren? Dass es keine finanzielle Sicherheit gibt, zeigt uns die momentane Wirtschaftskrise, die Millionen von Euro der Sparer auffrisst. Was hatte ich also davon, die letzten 10 Jahre in einem Job, den ich nicht mochte, viel Geld verdient zu haben, wenn jetzt der Wert der Aktien in den Keller rutscht und keiner weiß, was aus unserer Gemeinschaftswährung werden soll. Hätte ich nicht besser etwas gemacht, dass mich erfüllt und eben nicht so gut bezahlt wird?
Na ja, immerhin bin ich immer mal wieder ausgebrochen und in die Welt gezogen. Auch da wurde ich immer wieder von neidvollen Blicken beobachtet. Wie machst du das nur? Wie kannst du dir das nur leisten? Alles ganz einfach. Ich lebe bescheiden, und wenn man clever reist, kostet das auch nicht die Welt.

Und sicher ist es auch. Wer will einem schon etwas Böses? Diese Ausreden kommen immer nur von Leuten, die zu bequem dazu sind, ein Risiko einzugehen. Was kommt nach der Reise? Was, wenn etwas passiert? Bis jetzt ist mir noch nie etwas passiert und nach meinen Reisen habe ich immer wieder schnell Fuß gefasst. No risk, no fun!
Ich schreibe auch zurzeit ein E-Book zum Thema „Auszeit-ohne wenn und aber“, indem man alles nachlesen kann, was man für die perfekte Auszeit benötigt. Und es sei einmal vorweggenommen: Man braucht dazu kaum etwas.
Eigentlich wollte ich jedoch über etwas anderes schreiben heute.
Höre auf, krampfhaft danach zu suchen, was Du machen willst. Das treibt Dich in den Wahnsinn. Zu viele Ideen, zu viel googeln und zuviel Nachdenken führt zu Nichts außer zu einer Mega Blockade.
Die ersten paar Wochen meiner Arbeitslosigkeit habe ich mit Analysen und Recherchen verbracht. Was gibt es da draußen, was passt zu mir, was will ich machen und was kann ich?
Das hat mich nicht sehr viel weitergebracht. Danach war ich noch genauso verwirrt wie zuvor.
Was ich heute genau richtig finde, könnte morgen oder in ein paar Wochen bereits anders aussehen. Menschen verändern sich.
Ich habe mit der Zeit bemerkt, dass es mich weiterbringt, kleine Schritte zu gehen. Nicht nach der perfekten Karriere zu suchen.
Teilnehmen an Kursen, Freiwilligenarbeit, mit Freunden über ihre Karrieren reden, im Park spazieren gehen. Die besten Ideen und Geistesblitze kommen mir immer in der freien Natur, wenn ich überhaupt nicht über die Frage nachdenke. So war das auch bereits während meines Studiums. Einfach abschalten und an etwas anderes denken.

Setze kleine Ideen um und Du wirst sehen, wie sich daraus langsam eine mögliche Karriere abzeichnet. Probiere diese aus, hab keine Angst vor dem Scheitern.
Natürlich ist es ratsam in der Anfangsphase seinen Job zu behalten, bis die eigene kreierte Karriere Formen annimmt.
Ausprobieren ist hier das A und O. Hast Du eine Idee, von der Du denkst, Sie könnte erfolgreich sein und dich erfüllen, setze Sie um. Dass können kleine Dinge sein. Zum Beispiel das Schreiben eines Blogs oder Verkaufen deiner selbst gebackenen Muffins auf dem lokalen Markt. Oder melde dich zu einem Tanzkurs oder einem Sprachkurs an.
Ich bin sicher, es gibt etwas tief in dir, das Du gerne einmal ausprobieren möchtest. Denke nicht über die Konsequenzen nach. Mache es einfach und setze Dir ein Ziel.
So hatte ich mir vor 5 Tagen das Ziel gesetzt, einen Blog zum Thema Karrierewechsel und „außerhalb der Box“ denken zu beginnen. Ich habe mir dafür 30 Tage Zeit zugestanden, konnte es aber, sobald es entschieden war, gar nicht abwarten.
Mache die Dinge, die Dir Spaß machen, weil das die Dinge sind, in denen Du richtig gut sein wirst. Denke nicht nur an das Potenzial, das kommt von ganz alleine.
Durch Ausprobieren kommt man oft, und ich garantiere Dir das, an einem Ziel an, von dem man nie zu träumen gewagt hätte.
Die Ideen entwickeln sich unterwegs.

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