Was sind meine Stärken? Und wie finde ich diese wieder?


„Hide not your talents. They for use were made. What’s a sundial in the shade?“  -Benjamin Franklin-

Kennt Ihr Eure Stärken?

Nun versuche ich schon seit Stunden, meine Stärken und Fähigkeiten herauszufinden. Es ist schließlich wichtig, diese zu kennen, wenn man einen Karrierewechsel vornehmen möchte.
Immerhin bin ich schon so weit, dass ich nun weiß, dass Stärken und Fähigkeiten nicht dasselbe sind.
Fähigkeiten hat man gelernt.
Stärken waren schon immer da.

Eine Eurer Stärken kann es zum Beispiel sein, dass Ihr ganz natürlich vor Menschen gut reden könnt oder dass Ihr Euch wunderbar in andere Menschen hineinversetzen könnt. Eine Stärke ist auch, wenn man organisiert ist, gut zuhören kann oder wenn man Menschen einschätzen kann. Dies sind Dinge, die Ihr nicht gelernt habt und die Euch meist gar nicht bewusst sind. Denn Ihr tut Sie ganz natürlich und sie sind für euch nicht erwähnenswert. Deshalb ist es so schwierig, die Stärken klar zu benennen. Ich garantiere Euch zu 99%, dass Ihr zuerst auf Eure zweitbeste Stärke kommt, da die erstbeste viel zu selbstverständlich für Euch ist.
Wie finde ich aber nun heraus, was wirklich meine Stärken sind?
Um die Fähigkeiten kümmern wir uns später. Einmal gelernt gehen diese nicht mehr verloren.

Umdrehen der Schwächen in Stärken

Eventuell hilft es auch, wenn Ihr zuerst Eure Schwächen herausfindet. Das fällt den meisten Menschen leichter. Welche eine Eigenschaft würdet Ihr gerne ändern? Seid Ihr vielleicht unorganisiert und seht das als eine ganz klare Schwäche? Dann betrachtet diese von einem anderen Standpunkt aus. In welcher Situation wäre Unorganisiertheit eine Stärke? Genau, bei allem, was mit Kreativität zu tun hat. Richtig, also könnte Kreativität eure Stärke sein?
Die vielen Ratgeber und Fragebögen haben mich nicht weitergebracht. Ich bin mir ziemlich im Klaren darüber, was meine Fähigkeiten sind, meine natürlichen Stärken machen mir schon mehr zu schaffen.

Frage doch einfach mal nach

Befrage Menschen, die Dich besonders gut kennen zu Deinen Stärken. Es ist wichtig, dass man mehrere Menschen befragt, sodass man zu einem bestätigten Ergebnis kommt. Eltern, der Lebensgefährte, die besten Freunde. Oder achtet einmal darauf, wofür Ihr häufig gelobt werdet.
Die Antwort zu den eigenen Stärken trägt aber jeder mit sich herum. Überlegt doch mal, was fällt Euch besonders leicht, sodass Ihr es noch nicht mal erwähnenswert findet? Geht Ihr gerne auf Menschen zu? Ist es einfach für Euch, ein Gespräch zu beginnen? Seid Ihr sehr fair? Habt Ihr ein großes Hilfsbedürfnis? Wo und in welchen Situationen fühlt Ihr Euch so richtig wohl?

Auch alte Freunde von früher können Euch Antworten zu dieser Frage geben, denn Stärken ändern sich nicht, diese sind tief in einem verwurzelt.

So kamen Sie als Kind wohl eher spielerisch zum Vorschein, aber sie waren immer da. Habt Ihr Euch schon immer für Schwächere eingesetzt? Wart Ihr vorlaut? Hattet Ihr immer etwas zu sagen? Hat man Euch als frech und unverschämt bezeichnet? Habt Ihr immer gegen Ungerechtigkeit angekämpft, egal welche Konsequenzen das für Euch hatte. Die Chancen sind, dass Ihr über die Jahre dahinerzogen wurdet, diese Eigenschaften zu untergraben, auch wenn diese durchaus als Stärken interpretiert hätten werden können. Es ist die Erziehung, die uns abrundet, die uns für das Leben und für das Leben der Gesellschaft so hinbiegt, dass wir hineinpassen.

Mein Text schlägt eine unerwartete Richtung ein. Aber genau das war ich. Aufmüpfig, immer für Gerechtigkeit und ein kleiner Nervenbeutel, der immer wieder in die Schranken gewiesen werden musste. Für Schwächere einstehen und selber einstecken.

Alte Freunde befragen, die einen von früher kennen

Nun kommt mir eine Idee. Vielleicht bekommt man am besten eine Idee über sich selbst, wenn man alte Freunde befragt, die einen heute nicht mehr so gut kennen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die eigenen Charakterzüge früher besser durchkamen als heute.

Dies führt mich zur nächsten Frage. Wie mache ich das am besten? Natürlich werden nicht alle ehrliche Antworten geben., viele werden sich vielleicht gar nicht mehr erinnern.  Ein anonymer Fragebogen wäre wohl dazu am besten geeignet.

Und schon habe ich mein Projekt für nächste Woche.

Persönlichkeitstests

Ha,ha, ich habe gerade einen dieser tollen Persönlichkeitstests gemacht und wirklich alle Fragen ehrlich beantwortet. Danach sollte ich nun Computer Programming oder Natural Science studieren.

Jeder, der mich kennt, wird jetzt vor Lachen vom Stuhl fallen. Also Schluss mit diesen blöden Tests. Wenn Ihr einen gefunden habt, der tatsächlich Eure Stärken zum Vorschein bringt, sagt mir Bescheid.

Es gibt sicher auch Tests, die tatsächlich funktionieren, aber ob diese Euch weiterbringen, das müsst Ihr selber herausfinden. Ich habe mir jetzt erst mal das Buch „StrengthsFinder 2.0“ besorgt und werde Euch über meine Erfahrung informieren.

Bis dahin versuche ich es mit der Feedback-Analyse und der Suche in mir selber.

Ein Feedback habe ich bereits erhalten und ich muss sagen, es trifft den Nagel auf den Kopf. Vielleicht muss ich das Buch dann gar nicht lesen.

Immerhin weiß man selbst am Besten, was man gut kann.

Meine Lehrer mochten mich nie. Es gab jedoch einen Lehrer, der mich sehr geschätzt hat und mich trotz meiner ständigen Widersprüche mochte und dieser Lehrer meinte einmal zu mir „Höre nicht auf zu hinterfragen und gegen den Strom zu schwimmen. Denn dann geht ein Teil von Dir verloren“.

Freilaufmenschen? Wie bitte, was?


Lange habe ich überlegt, wieso ich meine Seite ausgerechnet Freilaufmenschen genannt habe. Der Ausdruck soll wohl den Gegensatz zur Käfighaltung deutlich machen. Aber auch Freilandhaltung ist nicht frei. Aber ich gehe davon aus, dass Ihr diese Metapher versteht und ich Euch nicht erklären muss, dass ein Gehege ebenfalls zu klein für mich ist.

Während diese Bewegung hin zu neuen Arbeitsformen in anderen Ländern bereits im Vormarsch ist, findet man auf deutschen Webseiten erschreckend wenig zu dem Thema. Klar, es gibt Blogs und Internetseiten zum Thema Karrierewechsel und Quereinstieg aber davon rede ich hier nicht. Ich habe eine ganz konkrete Vorstellung, wie der Karrierewechsel vor sich gehen sollte.

Auf keinen Fall sollte man seinen aktuellen Job aufgeben, solange man nicht weiß, in welche Richtung die Veränderung gehen soll. Ich habe dies zwar getan, aber nur, weil es anders für mich nicht tragbar war und ich keine Probleme damit habe, Risiken einzugehen. Ich fühle mich wohl damit und bin nicht von Existenzängsten geplagt.

Freilaufmenschen wollen mehr vom Leben. Sie können nicht eingeengt sein in den von großen Firmen kreierten Käfigen. Flexible Arbeitszeiten, Gap Years, interne Fitnesscenter, Massagen am Arbeitsplatz, Feierabenddrinks, alles schön und gut. Aber auch das reicht Freilaufmenschen nicht und sowieso wollen diese Ihr Leben nicht eingeengt in einem Unternehmen verbringen.

Wenn folgende Punkte auf Euch zutreffen, dann würde ich gerne von Euch hören:

1. Du weißt, was Du im Leben gerne machen würdest und stürzt Dich einfach rein. Du beginnst mit kleinen Projekten.

2. Du willst endlich aus dem Käfig ausbrechen oder aus dem Hamsterrad. Wie auch immer Du es nennen magst. Richtungswechsel ist angesagt und Du willst es jetzt!

3. Du willst Dir Deine Zeit selber einteilen, arbeiten wann und wo Du willst und Dinge machen, die Du liebst.

Auch sollte man dieses Ziel nicht mit schlecht verdienenden Freelancern gleichsetzen, auch das ist hier nicht das Thema. Finanzielle Kompromisse kommen nicht infrage. Einen Job schaffen, der seinen Stärken entspricht und der perfekt zu Eurem Lebensstil passt.

Für mich bedeutet dies: Mein Business muss ich überall mit hinnehmen können, die Investitionen sollten nahezu gegen Null gehen und ein Laptop, ein Handy und eine Internetverbindung sollten dazu genügen. Ich habe bereits eine wage Idee, die demnächst in ein Spielprojekt umgesetzt wird. Probieren geht über studieren!

Mittel gegen Zweifel


Letzte Woche hatte ich mal wieder so einen Tag, einen Tag voller Zweifel. Ist es richtig, was ich tue. Schließlich könnte ich in der Zeit, in der ich nach meiner Karriere suche, arbeiten und Geld verdienen. Es wäre zu einfach in meinen gut bezahlten Verkaufsjob zurückzugehen.
Diese Phasen sind normal. Und in den letzten Jahren bin ich immer wieder den einfachen Weg gegangen und zurück geflüchtet in das sichere Angestelltenverhältnis. Kann auch sein, dass ich dies über kurz oder lang wieder machen muss, irgendwie muss man ja seinen Lebensunterhalt verdienen.
Aber wenn es so weit kommt, dann sicher mit einer anderen Einstellung dieses Mal und immer mit dem Hintergedanken, meine eigene Karriere, rund um meine Interessen und Stärken aufzubauen.
Für Zeiten der Zweifel habe ich einen einfachen Trick.

Ich setze mich inmitten der Rush Hour in die U-Bahn. Das bewirkt Wunder. Sitzen ist zuviel gesagt. Während der Rush Hour steht man, eng aneinandergedrängt mit schwitzenden, übel riechenden Menschen. Bei jedem Stopp geht ein Ruck durch die Menge, und wenn ich den Gedanken zulasse, dass eine Massenpanik mich umbringen könnte, wird mir ganz schlecht. Also stand ich da zwischen all den gut gekleideten, übel riechenden Anzugträgern, die auf dem Weg zur Arbeit eilten, und dachte mir „NIE WIEDER!“

Nur kurz am Rande, würde es sich bei dem Abtransport um Kühe oder Schweine handeln, dann wären die Tierschützer bereits am Demonstrieren. Absolut unmenschlich!

Ich weiß nicht, wie viele von euch einmal die Gelegenheit hatten, in London während der Rush Hour U-Bahn zu fahren, ich empfehle es als Therapie gegen Zweifel. Alle meine Zweifel waren wie weggepustet.

Noch nie habe ich mich so bestätigt gefühlt, dass mein Weg der Richtige ist und dass ich früher oder später frei sein werde. Arbeiten, wann, wo und was ich möchte. Bis dahin ist es noch ein Weg, aber alles ist möglich. Gestern habe ich jemanden getroffen, der seinen Fotografie-Business innerhalb eines Monats aufgebaut hat, obwohl er nicht mal ein ausgebildeter Fotograf ist! Das zeigt mir, alles ist möglich.

Also, wenn euch Zweifel kommen, stürzt euch in etwas, das Ihr besonders an eurer jetzigen Karriere hasst.
Was bei mir auch wunderbar funktioniert ist um die Mittagsstunden in der Gegend Bank (London) spazieren zu gehen. Die reichen anzutragenden Banker, die schnell aus dem Büro rennen um ein ungesundes Sandwich und eine Zigarette zu verschlingen können einem so leidtun. Da ist man direkt froh, nicht so reich zu sein, dafür aber etwas freier zu sein. Zumindest kann ich mein Mittagessen selber zubereiten und leben werde ich mit großer Wahrscheinlichkeit auch länger.

Dieses Bild hängt nun in meinem Zimmer, sodass ich es jeden Tag sehen muss:

Das beste Rezept gegen ZweifelDemnächst hänge ich noch ein weiteres Bild dazu, ein Bild, das mir die Zukunft weist. Aber dazu demnächst mehr.

Schritt für Schritt ans Ziel


„Life is NOT a journey to the grave with the goal of arriving safely in a prettily preserved body, but rather to skid in sideways in a shower of gravel and party shards, thoroughly used, utterly exhausted, and loudly proclaiming: „Fuck me, that was BRILLIANT! “ (Jessica Mcgregor Johnson)

Das Leben ist keine Reise ins Grab mit dem Ziel, sicher und in einem gut erhaltenen Körper anzukommen. Es ist viel mehr das Abbiegen in viele  labyrinthartige Schotterwege, die zu Scherbenhaufen führen. In die Vollen gehen, absolut erschöpft ankommen und laut ausrufen: „Scheiße, das war BRILLIANT!“

Lebensberatungsbücher sind voll mit solchen Weisheiten, wieso fällt es aber so schwer, danach zu leben? Manchmal hilft es, einfach aus den regulären Bahnen auszubrechen, Abstand zu nehmen und sich treiben zu lassen. So findet man manchmal wieder zu den Dingen, die einem wirklich wichtig sind und die das Herz schneller schlagen lassen.
Einfach mal gehen lassen und darauf vertrauen, dass man in die richtige Richtung gelenkt wird. Das mag anfangs schwierig, manchen sogar als unmöglich erscheinen, aber wenn nicht jetzt, wann dann. Und die Tatsache, dass Du diesen Beitrag liest, zeigt ja schon, dass Du dir eine Veränderung wünschst. Das kann eine ganz kleine oder eine ganz große, Angst einflößende Veränderung sein, egal. Alles ist möglich. Man muss es nur machen. Was hat man letztendlich zu verlieren? Dass es keine finanzielle Sicherheit gibt, zeigt uns die momentane Wirtschaftskrise, die Millionen von Euro der Sparer auffrisst. Was hatte ich also davon, die letzten 10 Jahre in einem Job, den ich nicht mochte, viel Geld verdient zu haben, wenn jetzt der Wert der Aktien in den Keller rutscht und keiner weiß, was aus unserer Gemeinschaftswährung werden soll. Hätte ich nicht besser etwas gemacht, dass mich erfüllt und eben nicht so gut bezahlt wird?
Na ja, immerhin bin ich immer mal wieder ausgebrochen und in die Welt gezogen. Auch da wurde ich immer wieder von neidvollen Blicken beobachtet. Wie machst du das nur? Wie kannst du dir das nur leisten? Alles ganz einfach. Ich lebe bescheiden, und wenn man clever reist, kostet das auch nicht die Welt.

Und sicher ist es auch. Wer will einem schon etwas Böses? Diese Ausreden kommen immer nur von Leuten, die zu bequem dazu sind, ein Risiko einzugehen. Was kommt nach der Reise? Was, wenn etwas passiert? Bis jetzt ist mir noch nie etwas passiert und nach meinen Reisen habe ich immer wieder schnell Fuß gefasst. No risk, no fun!
Ich schreibe auch zurzeit ein E-Book zum Thema „Auszeit-ohne wenn und aber“, indem man alles nachlesen kann, was man für die perfekte Auszeit benötigt. Und es sei einmal vorweggenommen: Man braucht dazu kaum etwas.
Eigentlich wollte ich jedoch über etwas anderes schreiben heute.
Höre auf, krampfhaft danach zu suchen, was Du machen willst. Das treibt Dich in den Wahnsinn. Zu viele Ideen, zu viel googeln und zuviel Nachdenken führt zu Nichts außer zu einer Mega Blockade.
Die ersten paar Wochen meiner Arbeitslosigkeit habe ich mit Analysen und Recherchen verbracht. Was gibt es da draußen, was passt zu mir, was will ich machen und was kann ich?
Das hat mich nicht sehr viel weitergebracht. Danach war ich noch genauso verwirrt wie zuvor.
Was ich heute genau richtig finde, könnte morgen oder in ein paar Wochen bereits anders aussehen. Menschen verändern sich.
Ich habe mit der Zeit bemerkt, dass es mich weiterbringt, kleine Schritte zu gehen. Nicht nach der perfekten Karriere zu suchen.
Teilnehmen an Kursen, Freiwilligenarbeit, mit Freunden über ihre Karrieren reden, im Park spazieren gehen. Die besten Ideen und Geistesblitze kommen mir immer in der freien Natur, wenn ich überhaupt nicht über die Frage nachdenke. So war das auch bereits während meines Studiums. Einfach abschalten und an etwas anderes denken.

Setze kleine Ideen um und Du wirst sehen, wie sich daraus langsam eine mögliche Karriere abzeichnet. Probiere diese aus, hab keine Angst vor dem Scheitern.
Natürlich ist es ratsam in der Anfangsphase seinen Job zu behalten, bis die eigene kreierte Karriere Formen annimmt.
Ausprobieren ist hier das A und O. Hast Du eine Idee, von der Du denkst, Sie könnte erfolgreich sein und dich erfüllen, setze Sie um. Dass können kleine Dinge sein. Zum Beispiel das Schreiben eines Blogs oder Verkaufen deiner selbst gebackenen Muffins auf dem lokalen Markt. Oder melde dich zu einem Tanzkurs oder einem Sprachkurs an.
Ich bin sicher, es gibt etwas tief in dir, das Du gerne einmal ausprobieren möchtest. Denke nicht über die Konsequenzen nach. Mache es einfach und setze Dir ein Ziel.
So hatte ich mir vor 5 Tagen das Ziel gesetzt, einen Blog zum Thema Karrierewechsel und „außerhalb der Box“ denken zu beginnen. Ich habe mir dafür 30 Tage Zeit zugestanden, konnte es aber, sobald es entschieden war, gar nicht abwarten.
Mache die Dinge, die Dir Spaß machen, weil das die Dinge sind, in denen Du richtig gut sein wirst. Denke nicht nur an das Potenzial, das kommt von ganz alleine.
Durch Ausprobieren kommt man oft, und ich garantiere Dir das, an einem Ziel an, von dem man nie zu träumen gewagt hätte.
Die Ideen entwickeln sich unterwegs.